Strategieportfolio L: Wir haben ein Monster erschaffen
- Alex Kaspareit
- vor 3 Tagen
- 4 Min. Lesezeit
Aus zwölf einzelnen Strategien, von denen keine für sich besonders ist, haben wir ein Portfolio gebaut, das alles übertrifft, was wir bisher hatten. Wir sind selbst erschrocken über die Kraft, die da plötzlich auf dem Bildschirm steht.
Die Suche nach der perfekten Strategie ist die falsche Frage
Fast jeder Trader sucht irgendwann nach ihr. Nach DER einen Strategie. Hohe Winrate, glatte Equity-Kurve, in jeder Marktphase profitabel. Der Heilige Gral. Und wir haben uns lange selbst dabei ertappt, genau dieselbe Suche zu betreiben.
Das Problem dabei: Eine Strategie, die im Backtest perfekt aussieht, ist fast immer hochoptimiert auf historische Daten. Sobald reale Marktdaten kommen, fällt alles in sich zusammen. Und selbst eine ehrlich getestete Strategie hat Phasen, in denen sie einfach nichts verdient. Trendfolge funktioniert in Trends. Mean Reversion in Seitwärtsphasen. Keine einzelne Strategie ist von allen Marktphasen unabhängig.
Irgendwann haben wir uns eine andere Frage gestellt. Nicht: Wie finde ich die perfekte Strategie? Sondern: Was passiert, wenn ich viele unperfekte Strategien zusammenbringe?
Die eigentliche Idee: Antikorrelation
Ray Dalio, einer der erfolgreichsten Investoren der Geschichte, hat dieses Prinzip den Heiligen Gral des Investierens genannt. Aber nicht so, wie die meisten ihn suchen. Sondern genau andersherum.
Nicht die einzelne Strategie macht den Unterschied. Sondern wie wenig sie mit den anderen korreliert.
Wenn du zwei Strategien hast, die jede für sich nur mittelmäßig ist, aber zu unterschiedlichen Zeiten gut und schlecht laufen, dann ergänzen sie sich gegenseitig. Wenn Strategie A gerade durchhängt, verdient Strategie B Geld. Die Verluste der einen werden von den Gewinnen der anderen abgefedert. Das Ergebnis ist eine Kurve, die deutlich ruhiger läuft als jede der beiden Einzelstrategien.
Wir haben dieses Prinzip auf die Spitze getrieben. Wir haben angefangen, Teile zu sammeln. Einen Arm hier, ein Bein da, ein Herz, das schlägt. Jedes Teil für sich nichts Besonderes. Manches sah unscheinbar aus, manches sogar abschreckend. Aber wir wussten: Das Einzelteil ist nicht das Ziel. Das Zusammenspiel ist es.
Strategieportfolio L: Zwölf Strategien, ein Wesen
Das Strategieportfolio L besteht aus zwölf Strategien, jede einzeln getestet, jede für sich solide, aber keine perfekt. Verteilt über sechs verschiedene Märkte: Forex, Indizes und Rohstoffe. Trendfolge, Mean Reversion, Saisonalitäten, Volatilitätsstrategien. Jede deckt eine andere Marktphase ab.
Trendfolge ist der Muskel, der zupackt, wenn der Markt rennt. Mean Reversion ist der Atem, der ruhig bleibt, wenn die Märkte hin und her schaukeln. Saisonalitäten und Volatilitätsstrategien sind das Nervensystem, das auf bestimmte Reize reagiert. Jedes Teil hat seine Aufgabe. Keines wäre allein lebensfähig.

Bewusst mit fixen Lotgrößen getestet, ohne Zinseszins-Effekte. So bleiben die Ergebnisse realistisch und unverfälscht. Auch im Out-of-Sample-Test mit den komplett ungesehenen Daten von 2026 ist das Portfolio im Plus geblieben, trotz aller Unsicherheiten an den Weltmärkten.
Das Verrückte: Das Portfolio ist sicherer als seine Einzelteile
Schauen wir uns die zwölf Strategien einzeln an. Manche bringen vier oder fünf Prozent. Andere zehn, fünfzehn, einige sogar über zwanzig. Jede für sich nichts Besonderes.
Spannender wird es bei den Drawdowns. Manche Strategien haben Rückgänge von zwei oder drei Prozent. Andere sind deutlich höher. Strategie zehn zum Beispiel kommt allein auf einen Rückgang von fast zehn Prozent. Würdest du diese Strategie isoliert handeln? Wahrscheinlich nicht. Aber als Teil des Ganzen wird genau dieses wilde Teil zu einer der stärksten Stützen.
Und jetzt das eigentlich Verrückte: Wenn du diese zwölf Strategien zusammensetzt, dann addieren sich zwar die Gewinne. Aber die Drawdowns? Die addieren sich nicht. Im Gegenteil. Sie kompensieren sich gegenseitig. Während eine Strategie gerade durchhängt, verdient eine andere.
Das gesamte Portfolio hat einen maximalen Rückgang von nur 5,27 Prozent. Weniger als manche Einzelstrategie für sich allein.
Das ist die übernatürliche Kraft der Antikorrelation. Das Ganze ist nicht nur mehr als die Summe seiner Teile. Es ist auch sicherer als seine stärksten Teile.
Die Magie der Unsterblichkeit
Das Verrückteste an diesem Monster ist nicht nur die Kraft. Es ist die Tatsache, dass es nicht sterben kann. Wir haben es so konstruiert, dass es jeden Marktcrash überlebt. Jede Seitwärtsphase. Selbst die heftigsten Crashs der letzten Jahre haben es nicht in die Knie gezwungen. Egal ob normale Korrektur oder schwarzer Schwan: Das Portfolio lebt weiter.
Wie wir das erreicht haben? Walk-Forward Analyse, Monte Carlo Simulation, Out-of-Sample auf Daten, die das Portfolio nie gesehen hat. Wir haben es durch jeden Test gejagt, den wir uns ausdenken konnten. Und es lebt immer noch. Weil kein einzelnes Teil das Monster töten kann. Das Konstrukt trägt sich selbst.
Schon im echten Markt unterwegs
Portfolio L läuft bereits seit einiger Zeit in einer Live-Beta auf einem Demokonto. Die erste Beta haben wir mit einem Plus von 4,52 % abgeschlossen. Aktuell sind wir mitten in der zweiten Beta und liegen ebenfalls im Gewinn, Stand heute bei plus 3,73 %.
Auch Portfolio S läuft parallel in der zweiten Beta und liegt aktuell bei plus 1,19 %.
Livestart am 8. Juni
Am 8. Juni wird unser Monster losgelassen. Ab dann läuft Portfolio L nicht mehr im Demo, sondern mit echtem Kapital auf unserem eigenen Konto.
Wenn du dabei sein willst
Wenn du dabei sein willst, wenn dieses Monster zum ersten Mal echtes Geld bewegt, findest du Portfolio L in unserer Premium-Mitgliedschaft. Aktuell für 649 € pro Jahr. Der Preis wird im Laufe des Jahres steigen. Wer jetzt einsteigt, sichert sich den aktuellen Tarif dauerhaft, solange die Mitgliedschaft aktiv bleibt.
Viel Erfolg beim Traden,
Alex & das Kaspareit-Trading-Team